Aus dem Maximilianeum
 Sehr geehrte Damen und Herren,

der Landtag, die Staatsregierung und der Verfassungsgerichtshof haben diese Woche 
75 Jahre Bayerische Verfassung gefeiert.

Im Plenum machten wir uns diese Woche für die bayerische Krankenhausplanung stark. Wir wollen, dass die Krankenhausplanung weiter in Bayern organisiert wird und lehnen die von den Ampel-Koalitionären geplante Schwächung der föderalen Kompetenzen strikt ab. Die Krankenhausplanung in Bayern funktioniert und muss weiterhin Kernkompetenz des Freistaats bleiben. Denn wir stellen die gute Krankenhausversorgung wohnortnah in ganz Bayern sicher.

Zur aktuellen Situation in der Corona-Pandemie sprach ich mit dem Kinderarzt und 
1. Vorsitzenden des PaedNaetz Bayern Dr. Michael Kandler.

Lesen Sie heute auch den zweiten Teil meiner Adventsserie rund um den Lebkuchen.

Jetzt wünsche ich Ihnen eine interessante Lektüre und eine frohen, besinnlichen
2. Advent!

Ihre

Aus Nürnberg: 
Austausch zur aktuellen Situation in der Corona-Pandemie mit dem 1. Vorsitzenden des PaedNaetz Bayern Dr. Michael Kandler - Was sagt der Kinderarzt?
Barbara Regitz, MdL mit Dr. Michael Kandler, Kinderarzt in Nürnberg und ein ausgewiesener Experte für Kinder und Jugendliche mit Lungenkrankheiten. Er wirkt mit im PaedNetz Mittelfranken, dem Zusammenschluss von Kinder- und Jugendärzten der Region, die Kindern die bestmögliche medizinische Versorgung bieten möchten. Foto: privat
Hatte man im Sommer noch die Hoffnung, dass sich nun die Menschen impfen lassen und wir Corona in den Griff bekommen, sind wir nun leider mitten in der vierten Welle. Drastische Maßnahmen und Einschränkungen sind die Folge. Sie treffen alle Menschen gleichermaßen.
Im Gespräch machte Barbara Regitz, MdL deutlich: „Seit März 2020, bald zwei Jahre, sind wir Dauerlernende im Umgang mit Corona. Immer wieder gibt es neue Erkenntnisse. Dabei sind sich Experten einig: Ernsthafte Auseinandersetzungen sind notwendige Abwägungsprozesse. Corona lässt sich nur mit Gemeinschafts-Sinn, Verstand und Impfen bezwingen. Nach dem Motto „Politik hört zu“ ist mir wichtig, Fachexpertisen dabei einzuholen.“
Dr. Michael Kandler betonte: „Niemand weiß heute, was morgen allgemein gültiger Wissensstand sein wird. Für uns alle ist die Pandemie eine ungeheurere und verlustreiche Herausforderung. Eines ist dabei sicher: die Mitbürger stets nach dem besten Wissen zu informieren und aufzuklären schafft Vertrauen und Akzeptanz. Dazu gehört auch der offene Umgang mit noch Unbekanntem.“

Drei Fragen an den Fachmann und seine Antworten:

Die Impfquote von Erwachsenen in Bayern, gerade in den Hotspots ist immer noch zu gering. Jetzt diskutieren wir Impfen für Kinder ab 12 Jahren und drunter. Warum?
„Die Impfkampagne muss massiv gesteigert werden!“ Diese Ansicht teilen wir Kinder- und Jugendärzte. Ungeimpfte Kita- und Schulmitarbeiter oder solche mit Maskenattesten sollten bis auf weiteres vom Kontakt mit Kindern und Kolleg*innen ausgenommen werden. Die Bereitschaft der Kinder und Jugendlichen, sich impfen zu lassen ist groß und es wurden bereits mehrere Tausend Impftermine für diese Altersgruppe in den bayerischen Kinder- und Jugendarztpraxen vergeben. Jetzt muss der Impfstoff her.

Eltern sind verunsichert. Wo lasse ich mein Kind impfen? Im Impfzentrum oder beim bekannten Kinderarzt in vertrauter Umgebung?
Die Verteilung des Impfstoffes für die Kinder- und Jugendlichen muss nachreguliert werden. Kinder und Jugendliche sollten wie gewohnt von „ihrem“ vertrauten Arzt geimpft werden, nicht in der anonymen Umgebung eines Impfzentrums. Die Logistik und Routine dafür sind in den Praxen vorhanden. Betrachtet man die Reaktivierung der Impfzentren lesen wir mit großer Verwunderung, dass diese von über 500 Impflingen am Tag ausgehen und gezielt Kinder einladen, während die niedergelassenen Ärzte Impftermine absagen müssen, weil ihnen zu wenig geeigneter Impfstoff geliefert wird.

Die anhaltend kritische Lage sorgt dafür, dass sich Vereinsamung, soziale Ängste und Störungen im Sozialverhalten zusehends vertiefen. Was tun?
Geplante oder sogar angeordnete Familienhilfen fallen zum großen Teil aus. Jetzt, wo eine vielfältige Unterstützung für Kinder und Jugendliche dringend geboten wäre, sind die Auswirkungen durch das Nichtstattfinden dieser Hilfen für betroffene Kinder und Familien dramatisch. Wenn zum Beispiel die Arbeit in den Räumlichkeiten der Klienten für sozialpädagogische Familienhilfen (SPFH) durch restriktive Hygieneerfordernissen unmöglich ist, darf nicht die Absage der Unterstützung oder die rein virtuelle Wahrnehmung die Folge sein, sondern es müssen alternative Präsenzformen, wie z.B. Spaziergänge gefunden werden. Pädagogische Fachkräfte sollten unter strikter Einhaltung der Hygienebestimmungen nach eigener Kompetenz und Verantwortlichkeit entscheiden dürfen, was im Einzelfall machbar ist.

Ein ebenso elementar wichtiger Baustein für die gesunde Entwicklung unserer Kinder und Jugendlichen ist das soziale Lernen in der Gruppe von Gleichaltrigen. Dies findet vor allem nachmittags und am Wochenende in den örtlichen Jugendgruppen und Vereinen statt. Diese außerschulischen, oft sportlich geprägten Angebote wirken den negativen Effekten des „social-distancing“ während der Pandemie entgegen. Diese Freizeitgestaltungen zunächst zu verbieten, war anfänglich sinnvoll. Jetzt, mit der regelmäßigen Testpflicht mit PCR oder Schnelltest für alle Schulkinder, der bereits vorhandenen Impfmöglichkeit für die 12-18-jährigen und dem in Kürze bestehenden Impfangebot für die jüngeren Kinder müssen Übertragungsrisiko und psychosoziale Folgen der Kindheitsentwicklung gegeneinander aufgewogen und neu bewertet werden. Ein Fortführen der Gruppenaktivitäten auf diesem sehr sicheren Niveau ist absolut vertretbar.

Barbara Regitz dankte für den Austausch. Sie nimmt die Anregungen als Impulse gerne mit in die Diskussion.

Aus dem Landtag: 
Bayerische Verfassung wird 75 Jahre alt
Foto: privat
Im Dezember gibt es ein Jubiläum in Bayern zu feiern. Die Verfassung des Freistaats Bayern wird 75 Jahre alt. Barbara Regitz, MdL ist es ein Anliegen, an diesen besonderen Geburtstag zu erinnern und äußert sich dazu wie folgt:

„Bayern ist in „guter Verfassung“, nicht zuletzt wegen unserer „Bayerischen Verfassung“, die uns Kompass seit 75 Jahren ist. Der 1. Dezember gilt als Verfassungstag und ist ein ganz entscheidender Tag in der Geschichte unseres Freistaats. Seit 1946 bis heute ist die Bayerische Verfassung unsere Richtlinie, nach der wir Bürgerinnen und Bürger Bayerns unser Handeln und Tun ausrichten. Nur wer weiß, wo wir herkommen und sich mit unserer Verfassung auskennt, kann auf ihrer Grundlage die Gegenwart und die Zukunft gestalten. Besonders wichtig ist mir dabei, dass wir Bayern in diesem Dreivierteljahrhundert bewiesen haben, dass wir nicht dem Zeitgeist hinterherlaufen, sondern immer dann agieren, wenn es gilt, für unsere Errungenschaften, Freiheits- und Menschenrechte einzutreten. Nach dem Schrecken des Zweiten Weltkriegs, der Schoa und der Stunde Null bleibt diese Vorgabe der Gründungsväter der Bayerischen Verfassung uns eine dauerhafte Aufgabe und Verpflichtung, v.a. den künftigen Generationen gegenüber. Das zeigt auch, dass unsere Verfassung eine nach wie vor lebendige ist, die gerade uns politisch Verantwortliche jeden Tag anspornt, sie für die Menschen in unserer Arbeit umzusetzen, denn das Volk war, ist und bleibt der Souverän. Als Bildungspolitikerin darf ich zum Jubiläum primär an zwei Artikel der Bayerischen Verfassung erinnern:


Art. 3, Abs. 1: Bayern ist ein Rechts-, Kultur- und Sozialstaat. Er dient dem Gemeinwohl.

Art. 131, Abs. 1 und 2: Die Schulen sollen nicht nur Wissen und Können vermitteln, sondern auch Herz und Charakter bilden. Oberste Bildungsziele sind Ehrfurcht vor Gott, Achtung vor religiöser Überzeugung und vor der Würde des Menschen, Selbstbeherrschung, Verantwortungsgefühl und Verantwortungsfreudigkeit, Hilfsbereitschaft, Aufgeschlossenheit für alles Wahre, Gute und Schöne und Verantwortungsbewusstsein für Natur und Umwelt.

Unserer Verfassung wünsche ich zum 75. alles Gute und noch viele weitere Jahre einen so lebendigen Bestand.“

AfD-Chat-Skandal: CSU-Fraktion unterstützt Abberufung des Bildungsausschuss-Vorsitzenden Bayerbach
Ein Chat der AfD war Gegenstand im letzten Bildungsausschuss 2021 des Bayerischen Landtags. Die demokratischen Parteien verfassten eine gemeinsame Erklärung und forderten die AfD ultimativ auf, das AfD-Mitglied Dr. Anna Cyron vom Bildungsausschuss auszuschließen.
Markus Bayerbach (AfD), der Vorsitzende des Bildungsausschusses, stellte sich ahnungslos und wollte von nichts gewusst haben. Inzwischen ist aber klar nachgewiesen, dass er mitgemischt hat.

Barbara Regitz, CSU-Landtagsabgeordnete und Mitglied im Bildungsausschuss:
„Es reicht. Jetzt zeigt die AfD ihr wahres Gesicht. Laufend wird provoziert mit respektlosen, teils menschenverachtenden Äußerungen, mit Ängsten der Menschen gespielt und nun noch zur Gewalt aufgerufen - und das auch noch schriftlich fixiert. Solche demokratiefeindlichen Äußerungen sind auf keinen Fall hinnehmbar, auf gar keinen Fall von Vertretern des Bildungsausschusses. Hier geht es schließlich um die Vermittlung von demokratischen Werten, um Erziehung zur Demokratie, um das Stärken der Persönlichkeit.“

Und weiter: „Nach 75 Jahren, in denen wir in Deutschland und Bayern mit unserer Verfassung in Frieden und Freiheit leben, gilt es solchen Umtrieben Einhalt zu gebieten!“

Der nächste Bildungsausschuss ist am 27.01.2021. Da wird dann die Angelegenheit auf die Tagesordnung gesetzt, beraten und abgestimmt.

Barbara Regitz` Adventsserie -
Des Nürnbergers liebstes Weihnachtsgebäck - 
der Lebkuchen!
Barbara Regitz, MdL möchte ihre Newsletter-Leser an den vier Adventssonntagen in einer kleinen Serie mit Geschichten und Interessantem über Nürnberger Lebkuchen ein wenig in Weihnachtsstimmung versetzen. In Teil 1 am 1. Advent hatte sie
eine romantische Geschichte zum feinsten aller Lebkuchen, dem allseits bekannten Elisen-Lebkuchen parat. 

Heute in Teil 2 gibt es Wissenswertes rund um den – nicht nur – in Nürnberg so beliebten Lebkuchen.

Ein virtueller Lebkuchen zum 2. Advent! Ein weiterer erwartet Sie noch zum 3. und 4. Advent!

2. Advent – Teil 2
Worin liegt das Geheimnis eines Nürnberger Oblaten-Lebkuchens?

Die genaue Zusammensetzung des Lebkuchenteigs ist heute wie früher natürlich ein sorgsam gehütetes Geheimnis der Lebküchner. Nur die Grundzutaten sind seit jeher traditionell die gleichen: Nüsse, ein Minimum an Mehl oder auch gar keines und Honig.
Ganz entscheidend für den Geschmack der Lebkuchen sind die erlesenen Gewürze: Anis, Ingwer, Koriander, Nelken, Piment, Macisblüten, Kardamom und Zimt. Diesen kostbaren Gewürzen wurde eine heilende Wirkung zugeschrieben.

Ursprünglich hat man die Lebkuchen in Klöstern hergestellt. Im Kloster wurden Oblaten aus Weizenmehl und Wasser als Hostie für die Messe ohnedies benötigt. Was lag näher, als sie mit Lebkuchenteig zu bestreichen?

Barbara Regitz wünscht einen schönen 2. Advent, am besten natürlich mit einem Original Nürnberger Lebkuchen oder vielleicht auch zwei...

Veranstaltungsreihe "REGITZ talkt"
Die Abgeordnete Barbara Regitz, MdL lädt erneut zu Ihrer Online-Veranstaltung "REGITZ talkt" ein. Dieses Mal ist sie im Gespräch mit dem Kabarettisten Wolfgang Krebs unter dem Motto „Der bayerische Humor - einzigartig, aber warum?“

Gerne können Sie vorab Fragen an Wolfgang Krebs stellen. Senden Sie uns diese per E-Mail an das Bürgerbüro:  

buero-regitz@barbara-regitz.de

Wenn Sie am Dienstag, den 14. Dezember um 18.00 Uhr live "on air" dabei sein wollen, dann wählen Sie sich unter dem unten stehenden Login ein.
Meeting-Kennnummer (Zugriffscode): 2377 874 0390
Meeting Passwort: Talk_Regitz! (82550734 über Videosysteme)

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