📰🏫 Aktuelles aus dem Landtag: Abschluss der Enquete-Kommission Bürokratieabbau - Gespräche der Arbeitskreise und Arbeitsgruppen
Tanja Schorer-Dremel, MdL
Aus dem Maximilianeum
‌Liebe Leserinnen und Leser,

neue Sitzungswoche, volles Programm: Die Enquete-Kommission BĂĽrokratieabbau hat in rund zwei Jahren eine groĂźe Bandbreite von Themenfeldern behandelt und daraus 193 Handlungsempfehlungen formuliert, um das Leben leichter zu machen, BĂĽrokratie abzubauen und den Staat neu zu denken. Den Abschlussbericht hat die Kommission nun im Plenum vorgestellt und dem Bayerischen Landtag ĂĽbergeben.  

Per Dringlichkeitsantrag haben wir uns zudem dafür eingesetzt, dass der bestehende Direktauszahlungsmechanismus des Bundes konsequent weiterentwickelt und flächendeckend nutzbar gemacht wird. Denn: Staatliche Unterstützung muss schnell, zielgenau und ohne bürokratische Umwege ankommen.

Unsere Arbeitskreise und Arbeitsgruppen hatten ebenfalls einen vollen Terminkalender. Gespräche mit Verbänden, Experten und ein besonderer Erste-Hilfe-Kurs mit Humor standen auf der Agenda. 

In meinem heutigen Newsletter finden Sie alles, was uns in dieser Woche bewegt und beschäftigt hat. Viel Freude beim Lesen!

Diese Woche im Plenum
Foto: CSU-Fraktion
Abschlussbericht der Enquete-Kommission BĂĽrokratieabbau
Die Enquete-Kommission BĂĽrokratieabbau des Bayerischen Landtags hat in dieser Woche ihren Abschlussbericht vorgelegt und 193 Handlungsempfehlungen dem Bayerischen Landtag ĂĽbergegeben.
Steffen Vogel, Vorsitzender der Enquete-Kommission, zitierte im Plenum aus dem Verfassungskonvent: „Der Staat ist um des Menschen willen da, nicht der Mensch um des Staates willen." Der Satz entstand als Antwort aus den Erfahrungen einer menschenverachtenden Diktatur. Er beschreibt zugleich einen MaĂźstab, an dem sich staatliches Handeln bis heute messen lassen muss: wie der Staat seinen BĂĽrgern begegnet, ob er ihnen verständlich und verlässlich hilft, ob er Eigeninitiative ermöglicht, ob seine Regeln und sein Handeln den Menschen dienen." Fraktionsvorsitzender Klaus Holetschek habe die Frage in den Raum gestellt: Ist es nur Aufgabe der Exekutive, sich um die Modernisierung des Landes zu kĂĽmmern? Ist es nicht auch Aufgabe und sinnvoll, das Parlament zu beteiligen? So kam die Idee einer Enquete-Kommission zustande. Vogel skizzierte im Anschluss die zentralen Ergebnisse der Kommission. Sein Fazit: „Bei der Umsetzung der Handlungsempfehlungen sollte der Satz aus dem Verfassungskonvent unser Leitbild und das von jedem Mitarbeiter und jeder Mitarbeiterin in der staatlichen Verwaltung sein."





Foto: CSU-Fraktion
Dringlichkeitsantrag: Smarter Direktauszahlungsmechanismus fĂĽr alle
Staatliche Unterstützung muss schnell, zielgenau und ohne bürokratische Umwege ankommen. Per Dringlichkeitsantrag forderte die CSU-Fraktion die Staatsregierung deshalb auf, sich auf Bundesebene dafür einzusetzen, den bestehenden Direktauszahlungsmechanismus des Bundes konsequent weiterzuentwickeln und flächendeckend nutzbar zu machen.

Andreas Kaufmann, Mitglied des Wirtschaftsausschusses machte deutlich: 
„Wenn der Staat groĂźe Hilfspakete beschlieĂźt, dann sollen sie auch direkt ankommen. Zwischen einem Beschluss und dem Geld auf dem Konto liegt aber oft ein komplizierter Verfahrensweg, oder es droht – wie beim Tankrabatt – eine abschwächende Wirkung. FĂĽr einen privaten Haushalt macht es einen erheblichen Unterschied, ob Hilfe zeitnah oder erst nach einem langwierigen Verfahren an kommt. Genau hier setzt unser Antrag an. Wir wollen den vorhandenen direkten Auszahlungsweg weiterentwickeln und flächendeckend nutzbar machen. Hierzu bedarf es einer VerknĂĽpfung der Steuer-ID mit einer gĂĽltigen IBAN. Es kommt jetzt darauf an, dass daraus ein breit nutzbares Instrument wird, das auch unterschiedliche Einkommen und unterschiedliche Belastungen berĂĽcksichtigen kann. Wir brauchen einen Auszahlungsweg, der vor der nächsten Krise funktioniert."

K.O.-Tropfen: Was tun wir – und was bleibt zu tun?
Foto: CSU-Fraktion
Die AG Frauen fordert schnelle gesetzliche Verschärfungen beim Einsatz von K.O.-Tropfen zu sexuellen Zwecken. Der Bundesgerichtshof hatte entschieden, dass K.O.-Tropfen nach derzeitiger Rechtslage nicht als gefährliches Werkzeug im Sinne des Strafgesetzbuches gelten. Barbara Becker, Vorsitzende der AG Frauen, betonte beim Gespräch:
„Wer K.O.-Tropfen einsetzt, begeht eine besonders menschenverachtende Tat, auf die der Rechtsstaat mit aller notwendigen Härte reagieren muss. Wir unterstützen ausdrücklich die parlamentarischen Initiativen auf Bundesebene, die sich für eine Mindestfreiheitsstrafe von fünf Jahren einsetzen."

Expertenanhörung zur Novelle des Klimaschutzgesetzes: 
CSU-Fraktion setzt auf Klimaschutz mit AugenmaĂź, 
Verlässlichkeit und Realismus
Anlässlich der Expertenanhörung im Bayerischen Landtag zur Novelle des Bayerischen Klimaschutzgesetzes und zur Neufassung des Klimaschutzprogramms 2025 bekräftigt die CSU-Fraktion ihren Kurs: Bayern setzt auf wirksamen Klimaschutz mit Augenmaß, Verlässlichkeit und pragmatischen Lösungen statt Symbolpolitik und Ideologie. Mit der Fortschreibung werden Maßnahmen zwischen den staatlichen Ebenen besser koordiniert und die Vorgaben für die Kommunen praktikabler gestaltet.
Filmabend zum Bayerischen Präventionstag
Psychische Erkrankungen aus der Tabuzone holen, frühzeitig Hilfe ermöglichen und Prävention nachhaltig stärken: Anlässlich des ersten Bayerischen Präventionstags hat der Arbeitskreis Gesundheit, Pflege und Prävention der CSU-Landtagsfraktion zu einem besonderen Film- und Gesprächsabend eingeladen.
Foto: CSU-Fraktion

3. Tourismusdialog im Bayerischen Landtag
Foto: CSU-Fraktion
Unter dem Titel „Mehr als Geschmackssache – Kulinarik als Schlüssel zur regionalen Markenbildung im Tourismus“ fand im Maximilianeum der 3. Tourismuspolitische Jahresdialog statt. Gemeinsam mit hochrangigen Gästen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Landwirtschaft, Tourismus sowie der Hotel- und Gastronomiebranche hat die Fraktion darüber diskutiert, wie regionale Kulinarik zum Erlebnisfaktor, Markenzeichen und wirtschaftlichen Impulsgeber für den Tourismus in Bayern werden kann.

Bilder der Woche: „Bayern soll Besthelfer werden!"
Foto: CSU-Fraktion
„ScheiĂźe, ein Notfall!“: Dass Erste Hilfe nicht ernst und trocken sein muss, bewies Notarzt und Comedian Dr. LĂĽder Warnken bei seinem Besuch in der CSU-Landtagsfraktion. Unter dem ebenso ungewöhnlichen wie einprägsamen Titel zeigte er auf Einladung des Vorsitzenden des Arbeitskreises Gesundheit, Pflege und Prävention, Bernhard Seidenath, wie einfach lebensrettende Hilfe sein kann - und warum Humor dabei helfen kann, Ă„ngste und Hemmschwellen abzubauen. 
Im Mittelpunkt stand sein Konzept „Notfall-3x1“, das Erste Hilfe auf drei typische Notfallsituationen und die jeweils entscheidenden Handgriffe reduziert. Bernhard Seidenath unterstrich als gesundheitspolitischer Sprecher: „Man muss kein medizinischer Profi sein, um Leben zu retten. Man muss sich nur trauen zu handeln. Wir wollen LĂĽder Warnkens Ansatz ab 2027 in mehreren Landkreisen in Bayern erproben und damit mehr Menschen befähigen, im Fall des Falles beherzt einzugreifen." 
Mehr zum Kurs lesen Sie hier.

Fachgespräch Medien im Landtag: CSU-Fraktion für Medienvielfalt und faire Bedingungen im Wettbewerb mit digitalen Plattformen
Beim Fachgespräch Medien der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Medien und Verbänden ging es um aktuelle Herausforderungen der Branche. Dazu zählten auch die sich verändernde Medienlandschaft und die Rolle klassischer Medien in Zeiten sozialer Netzwerke, Streaming-Dienste und digitaler Intermediäre. Das Ziel: Journalistische, regionale und publizistisch verantwortete Angebote sollen auch künftig eine faire Chance im Wettbewerb haben.
Parlamentarisches FrĂĽhstĂĽck mit der GeflĂĽgelwirtschaft
Bei einem Parlamentarischen FrĂĽhstĂĽck hat der Arbeitskreis Landwirtschaft in dieser Woche den Landesverband der Bayerischen GeflĂĽgelwirtschaft im Bayerischen Landtag begrĂĽĂźt. 
Die Bayerische Geflügelwirtschaft steht für regionale Lebensmittel, hohe Standards und Verantwortung entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Klar wurde: Wer Lebensmittel erzeugt, trägt Verantwortung – für Tiere, Umwelt, Mitarbeitende und Verbraucherinnen und Verbraucher. Das Fazit des Gesprächs war daher: Regionale Erzeugung braucht Wertschätzung, verlässliche Rahmenbedingungen und praxistaugliche Regeln. Nur so können heimische Betriebe auch in Zukunft hochwertige Lebensmittel erzeugen und wettbewerbsfähig bleiben.
Foto: CSU-Fraktion

Zukunftsaufgabe Wasser – Versorgung sichern
Foto: CSU-Fraktion
Wie stellen wir sicher, dass Bayern auch in Zukunft zuverlässig mit Wasser versorgt wird? Unter dem Motto „Zukunftsaufgabe Wasser – Infrastruktur stärken, Versorgungssicherheit und Finanzierung sichern“ hat sich der AK Umwelt und Verbraucherschutz unter dem Vorsitz von Alexander Flierl mit dem Verband der Bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft (VBEW) ausgetauscht. Die Abgeordneten sprachen mit ihren Gästen ĂĽber drei zentrale Fragen: Wie können wir die öffentliche Wasserversorgung langfristig sichern? Wie machen wir unsere Wasserinfrastruktur widerstandsfähiger gegenĂĽber den Folgen des Klimawandels? Und: Wie schaffen wir verlässliche Rahmenbedingungen fĂĽr notwendige Investitionen, ohne die BĂĽrgerinnen und BĂĽrger ĂĽbermäßig zu belasten? Denn: Eine sichere Wasserversorgung ist Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge und braucht eine moderne Infrastruktur, starke regionale Zusammenarbeit und langfristige Planungssicherheit.

Parlamentarischer Abend mit der Papierindustrie
Diese Woche trafen sich ĂĽber 20 Abgeordnete mit Vertreterinnen und Vertretern von BayPapier, dem Verband Bayerischer Papierfabriken e.V. (VBP) und dem Verband der Bayerischen Papier, Pappe und Kunststoff verarbeitenden Industrie e.V. (VBPV).
Im Mittelpunkt standen die aktuellen Herausforderungen der Papier- und Verpackungsindustrie in Bayern: hohe Bürokratiekosten, steigende Energiekosten und hohe Krankenstände, die den Standort Deutschland im internationalen Wettbewerb zunehmend belasten.
Foto: CSU-Fraktion

„Sisi in Gaza“ – Lesung im Bayerischen Landtag
Foto: CSU-Fraktion
Mit seinem Buch „Sisi in Gaza“ war der Kabarettist und Autor Christian Springer zu Gast im Bayerischen Landtag. In seinem politisch-satirischen Werk beschäftigt er sich mit dem Nahostkonflikt und insbesondere der Situation in Gaza. Dabei verbindet er persönliche Eindrücke mit politischen Beobachtungen, gesellschaftlicher Kritik und einer guten Portion Ironie. Im Mittelpunkt stehen die Menschen, die Auswirkungen des Konflikts auf ihr Leben und die Frage, wie wir über Krieg, Verantwortung und Menschlichkeit sprechen.
Fraktionsvorsitzender Klaus Holetschek und zahlreiche Abgeordnete haben an der Lesung teilgenommen.

Zahl der Woche: 16.065
Karl Freller ist neuer Rekordhalter im Bayerischen Landtag 
Vom jĂĽngsten zum dienstältesten Parlamentarier in ganz Deutschland: Als Karl Freller am 20. Oktober 1982 zum ersten Mal fĂĽr die CSU-Fraktion in den Bayerischen Landtag einzog, war Franz Josef StrauĂź Ministerpräsident, Helmut Kohl gerade Bundeskanzler geworden und er selbst 26 Jahre alt. Seit 1946 war damit kein Abgeordneter länger im Bayerischen Landtag vertreten. Er ist aktuell auch der am längsten amtierende Abgeordnete in ganz Deutschland. Mit mehr als 16.065 Tagen hat er diese Woche den bisherigen Rekordhalter Dr. Thomas Goppelt ĂĽberholt. 
Foto: pixel dreams | @ iStock

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